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Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (ISG FFM), S7Wer Nr. 260: -, Inge Werth / CC BY-SA 4.0 / creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en
Der Geschichtspodcast

Kulturkampf (4/4): Abtreibung – Warum der Streit nie endet

von Christine Brunzel, Michael Götz

Der Geschichtspodcast von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Konrad-Adenauer-Stiftung - Folge #4

Als im Juni 1971 im Magazin Stern 374 Frauen öffentlich bekennen „Wir haben abgetrieben“, bricht ein gesellschaftliches Tabu. Die Aktion, inspiriert vom französischen „Manifest der 343“, löst eine beispiellose politische und juristische Auseinandersetzung über den Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen aus. Sie markiert den Beginn einer neuen Frauenbewegung und eines Konflikts, der bis heute anhält.

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Kulturkampf (4/4): Abtreibung – Warum der Streit nie endet

Diese Folge von „Der Geschichtspodcast“ von F.A.Z. und Konrad-Adenauer-Stiftung zeichnet nach, wie sich der Streit um den § 218 StGB seit den 1970er-Jahren entwickelt hat: von Reformversuchen und Verfassungsurteilen über die unterschiedlichen Regelungen in Ost und West bis hin zur Kompromissformel nach der Wiedervereinigung – „rechtswidrig, aber straffrei“. Die Medizin- und Kulturhistorikerin Anna Bergmann ordnet die Debatte in einen größeren historischen Zusammenhang ein: Sie erklärt, wie Vorstellungen von Schwangerschaft, Verantwortung und gesellschaftlicher Ordnung seit der Antike entstanden sind – und warum sie bis heute nachwirken. Außerdem blickt Alice Schwarzer im Gespräch auf fünf Jahrzehnte Debatte um § 218 und auf die Frage, was sich wirklich verändert hat.

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Q&A zu Kulturkampf (4/4): Abtreibung – Warum der Streit nie endet

Mit der Kultur- und Medizinhistorikerin Anna Bergmann beantworten wir in dieser Folge die Fragen unserer Hörerinnen und Hörer. Wie verändert sich der Blick auf den § 218, wenn man ihn historisch betrachtet? Warum wurde der Lebensschutz so oft gegen die Selbstbestimmung der Frau ausgespielt? Und was hat Immanuel Kant – oder besser: was hat er nicht – zur Abtreibung gesagt? Unsere Hörer haben uns nach der Folge „Kulturkampf: Abtreibung – Warum der Streit nie endet“ viele kluge, aber auch sehr persönliche Zuschriften geschickt. In dieser Q&A-Folge greifen wir sie auf – von der Frage nach Verantwortung und Schuld bis zur Debatte um staatliche Kontrolle, Emanzipation und Care-Arbeit.

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Hosts

Michael Götz (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Christine Brunzel (Konrad-Adenauer-Stiftung)
 

 

Gäste

Anna Bergmann, Medizin- und Kulturhistorikerin

Alice Schwarzer, Publizistin und Frauenrechtlerin

Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung
 

 

Quellen

Jütte, R. (Hg.): Geschichte der Abtreibung. Von der Antike bis zur Gegenwart. München 1993.

Theuke, T.: Der Embryo und die Menschenwürde. Der Wandel des Menschenwürdebegriffes im Kontext bioethischer Debatten. Berlin 2019.

Gante, M.: §218 in der Diskussion. Meinungs- und Willensbildung 1945-1976. Düsseldorf 1991.

Vor 30 Jahren: Reform für Schwangerschaftsabbrüche gekippt. Bundeszentrale für politische Bildung 2023

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Kontakt Christine Brunzel
Portrait von Christine Brunzel
Referentin Zeitgeschichte
Christine.Brunzel@kas.de +49 30 26996-3498
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