Veranstaltungsberichte
Das Elterngeld stoße in Deutschland auf große Zustimmung, so Kues. Außerdem verzeichne die Bundesrepublik zum ersten Mal seit zehn Jahren einen leichten Geburtenanstieg. „Diese Entwicklungen geben Rückenwind“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär. Der Staat dürfe in Sachen Familienpolitik keine Vorschriften machen. Allerdings müsse er den Menschen helfen, so zu leben, wie sie es möchten. Daher sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Schwerpunkt der Regierungsarbeit.
Der Präsident der christdemokratischen UDC und stellvertretende Vorsitzende der Abgeordnetenkammer, Rocco Buttiglione, gab zu bedenken, dass vor allem Familien vom Staat unterstützt werden müssten, die selbst für die Betreuung ihrer Kinder sorgten und keine Einrichtungen in Anspruch nähmen. Die UDC setze sich in Italien daher für ein Familiengeld ein, das sich pro Kind erhöhe, so Buttiglione.
An der Expertenrunde der KAS nahmen außerdem Anna Maria Serafini, Vorsitzende des italienischen Ausschusses für die Kindheit, die Ausschuss-Mitglieder Laura Bianconi und Luisa Capitanio Santolini, der Präsident des Forums „Associazioni Familiari“, Giovanni Giacobbe, der Direktor des Osservatore Romano, Giovanni Maria Vian, der stellvertretende Redaktionsleiter der deutschen Sektion von Radio Vatikan, Stefan Kempis, die Sozialreferentin der Deutschen Botschaft, Dagmar Feldgen und weitere Fachleute der Familienpolitik teil.