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ของ Lars Böttcher

Ausstellungseröffnung „Die Mädchen von Zimmer 28“ in der Akademie der KAS

Am 27. Januar, dem jährlichen Holocaust-Gedenktag, wurde in der Akademie der KAS die Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28“ von Hannelore Brenner-Wonschick eröffnet. Diese berichtet über das Leben von jungen Mädchen, die von zu Hause in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden. Dort lebten sie im Mädchenheim L 410.

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Die Ausstellungseröffnung gehörte zum Rahmenprogramm der Denkt@g-Preisverleihung 2011. Mit dem Denkt@g fördert die Konrad-Adenauer-Stiftung Online-Projekte von Schülern, die sich mit der Aufarbeitung des Holocaust beschäftigen oder ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Rund 70 Schülerinnen und Schüler, die für die Preisverleihung nach Berlin gekommen waren, verfolgten die Eröffnung.

Viele der Mädchen aus Zimmer 28 wurden in Theresienstadt oder anderen Konzentrationslagern von den Nazis ermordet. Zwei der Überlebenden waren anwesend und berichteten nach der Begrüßungsrede von Hannelore Brenner-Wonschick nochmals aus erster Hand über ihre Erfahrungen in Theresienstadt. Trotz des Grauens und der lebensfeindlichen Bedingungen in Theresienstadt boten das Kinderheim und die dort tätigen Pädagoginnen ein wenig Normalität. Beide Frauen betonten den „Dank an die Betreuer“, und dass sie immer an die „positiven Seiten gedacht haben“. Eine große Rolle spielte dabei die Musik, sodass das Grauen und der Schrecken des KZs durch Lieder und Klavierspiel etwas ausgeblendet werden konnte.

Doch auch an die negativen Seiten erinnerten die Zeitzeuginnen in ihren kurzen Vorträgen. Anna Hanusova, geb. Flachova berichtete vom „Hass, der uns entgegenschlug“ und Eva Merova, geb. Landova, von „unmenschlichen Verhältnissen, Epidemien und Seuchen“. Projektleiterin Brenner-Wonschick sprach vom „Versuch der Entwertung des Guten“ in Theresienstadt.

Nach den Vorträgen wurde die Ausstellung eröffnet. Auf Stelltafeln geben Berichte, Bilder und Tagebucheinträge einen unmittelbaren Eindruck von dem Leben der Kinder im KZ Theresienstadt. Die Zeitzeuginnen sowie Hannelore Brenner-Wonschick standen den Denkt@g-Preisträgern dabei für weitere Fragen zur Verfügung.

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