活动情况介绍
Eine intensive Debatte mit rund 120 Gästen fand am Donnerstagabend auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Stuttgarter Wilhelmspalais statt. Unter der Überschrift „Demographischer Wandel – Vielfalt als Chance“ diskutierten Gäste und Politiker engagiert und angeregt im Rahmen der Rednertour „Zukunft Deutschland“. Das Fazit: Es ist längst Zeit, miteinander statt übereinander zu reden.
Lasotta: „Wir müssen Werte vermitteln!“
Lasotta nannte die politische Partizipation, die Teilhabe an bestmöglicher Bildung sowie eine wirksame Sprachförderung als essentielle Elemente für das Gelingen eines zukunftsweisenden Miteinanders. Dabei ginge es aber nicht darum, Menschen aus anderen Kulturen „einzudeutschen“. Angesichts des demographischen Wandels sei der Wirtschaftstandort Baden-Württemberg dauerhaft nur durch gesteuerte Zuwanderung zu sichern. Dies bedeute aber auch: „Wir müssen Werte vermitteln!“ Dabei erkannte Lasotta Handlungsbedarf bei den politischen Parteien: „Diese Wertedebatte müssen die Parteien führen. Dabei geht es um Familienpolitik, die Rolle des Glaubens und des gegenseitigen Respekts, um die Sicherung unserer Zukunft!“ Hier habe insbesondere Stuttgart bundesweit Maßstäbe gesetzt.
Diskriminierung verschenkt Potenziale für die Wirtschaft
„Bereits jetzt leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, also etwa 20 Prozent. Bei den unter Sechsjährigen ist es bereits jeder Dritte!“ Mit klaren demographischen Fakten führte Aygül Özkan in ihre Zukunftsperspektive für unser Land ein. „Wer die Zukunft im Blick hat, kommt am Thema des demographischen Wandels nicht vorbei,“ so die frühere Sozial- und Integrationsministerin Niedersachsens. In den nächsten zehn bis 15 Jahren seien unter denen, die in Beruf und Ausbildung strebten, die Hälfte Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Menschen brauchten eine gute Qualifikation und gute Berufe, damit sie verantwortungsvoll die Zukunft Deutschlands mitgestalten könnten. Schlüsselfaktoren für Integration seien Sprache und Bildung. Sprachförderung und besonders frühkindliche Bildung müssten größere Aufmerksamkeit erhalten: „Wir dürfen die Biographien der Jugendlichen, die jetzt nachwachsen nicht dem Zufall überlassen!“, so die in Hamburg als Tochter türkischer Einwanderer geborene Özkan. Mit Blick auf ihre eigene Biographie bezeichnete sie es als „Bringschuld“ der nach Deutschland Einwandernden, die deutsche Sprache zu erlernen – dies sei aber nicht als „Zwangsgermanisierung“ misszuverstehen.
„Wir brauchen eine Kultur der Wertschätzung!“
Özkan warnte vor Klischees, Migrantenfamilien wären vergleichsweise weniger bildungsorientiert. „Wir müssen diesen Eltern jedoch einerseits klarmachen, wie wichtig der Spracherwerb für den Erfolg in Bildung und Beruf seien. Diese Eltern müssten aber auch Vertrauen in unser Bildungssystem gewinnen, das in seiner Differenzierung zunächst undurchschaubar erscheine. Frau Özkan kritisierte die Hürden, die Menschen mit „fremden“ Namen und Aussehen auf dem Arbeitsmarkt in den Weg gelegt würden. „Hier belegen Studien Diskriminierung“, so die Politikerin. Diese ähnele der „Gläsernen Decke“, wie sie die Benachteiligung von Frauen beschreibe. Gerade der Mittelstand, dessen Personalauswahl weniger professionalisiert sei, als bei Großunternehmen, verschenke durch dieses Verhalten wichtige Potenziale. Aygül Özkan, die auch Mitglied im Bundesvorstand der CDU ist, forderte zudem die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. „Nur 16 Prozent der Migranten arbeiten in ihrem erlernten Beruf. Hier brauchen wir ein gesondertes Anerkennungsverfahren, wie es in CDU-regierten Ländern schon vorgemacht wurde.“ Als weitere neuralgische Punkte nannte sie die Präsenz von Migranten in Pflegeberufen, im Ehrenamt und in Parteien. „Die Frage an uns ist: Wie können wir diese Menschen begleiten? Was bieten wir? Was erwarten wir? Wir müssen eine Willkommens- und Anerkennungskultur der gegenseitigen Wertschätzung leben!“
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