Details
Desinformation und deren Verbreitung haben im digitalen Zeitalter neue Dimensionen erreicht und können nicht nur gesellschaftliche Spaltungen herbeiführen, sondern auch unsere Demokratie gefährden.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt einmal mehr auch die militärische Bedeutung des Informationsraum. Die Russische Föderation, aber auch andere autoritär regierte Länder versuchen, durch Desinformation die öffentliche Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen und demokratische Gesellschaften zu destabilisieren. Gerade in Kriegszeiten zeigt sich, dass Desinformation als Waffe gezielt eingesetzt und verbreitet werden kann.
Im Vorfeld von Wahlen kann Desinformation eine besondere politische Wirkung erzeugen, mit dem Ziel gesellschaftliche Diskussionen zu manipulieren oder das Ansehen einer Person oder Institution herabzuwürdigen. Politisch motivierte Kampagnen werden entweder direkt von staatlichen oder von beauftragten nichtstaatlichen Akteuren organisiert. In Ländern ohne stabile demokratische Verhältnisse, können z.B. Inhalte auch von staatlich gelenkten Medien weiterverbreitet, Aussagen verstärkt und die politische Meinungsbildung der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt werden.
Diffamierungen und Herabsetzungen werden zwar teilweise im Nachhinein als Hate Speech öffentlich aufgedeckt, verbleiben aber oftmals Zweifel und Misstrauen zurück. Richtigstellungen und Wahrheiten im Zuge einmal verbreiteter Desinformation erreichen nicht alle Konsumente der Desinformation wieder.
Die Veranstaltung wird gefördert durch Zuwendungen des Freistaates Thüringen.
Programm
19.00 Uhr Begrüßung
Maja Eib
Landesbeauftragte der Konrad-Adenauer-Stiftung für Thüringen19.10 Uhr Key-Note „Desinformation und Propaganda“
Mateusz Labuz
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspoliti an der Universität Hamburg (IFSH)
Forschungsschwerpunkt Internationale Cybersicherheit
19.40 Uhr Weiterer Impuls aus Brüssel und Podiumsdiskussion
Marion Walsmann MdEP
Mitglied des Europäischen Parlaments, Europäische Volkspartei (EVP)
Tabea Wilke
Stanford University, Trust & Safety
Teaching Consortium
Moderation
Tim Segler
Tagungsleiter der Konrad-Adenauer-
Stiftung e.V.