Bereits im Rahmen des denkt@g Wettbewerbs haben sich die Schülerinnen und Schüler unter dem Titel „Erinnern, Hinschauen, Verändern - Licht in dunkler Zeit“ mit der Shoah und Antisemitismus auseinandergesetzt. Mit den Preisträgern der Goetheschule Wetzlar wurde nun eine Exkursion in das Jüdische Museum in Frankfurt durchgeführt, um sich intensiv mit der Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens, insbesondere in Frankfurt, auseinanderzusetzen.
Nach der Ankunft im Museum folgte eine Führung durch die Dauerausstellung „Wir sind Jetzt“. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den drei jüdischen Familien Frank, Rothschild und Senger aus Frankfurt. Der Fokus lag hierbei auf den familiären Bräuchen, Alltagsgegenständen und dem jeweils unterschiedlichen Praktizieren des Judentums. Die unterschiedlichen Familienhistorien zeigten insbesondere die stark verschiedenen Lebensentwürfe, politischen Einstellungen und Berufswege auf und machten die Vielfalt jüdischen Lebens deutlich.
Das zweite Obergeschoss „Tradition und Ritual“ widmete sich den Veränderungen und den verschiedenen Strömungen des jüdischen Glaubens. Insbesondere die digitale Fragerunde mit Rabbinerinnen und Rabbinern aus Frankfurt stieß auf großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern. Im letzten Teil der Führung lag der zeitliche Fokus auf der Nachkriegsgeschichte bis zur Gegenwart. Hierbei wurden die Folgen des Nationalsozialismus anhand ausgewählter persönlicher Biografien thematisiert und die Mitwirkung von Jüdinnen und Juden in Frankfurt nach der Nachkriegszeit beleuchtet.
Nach einer Stärkung im Restaurant Life Deli hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigenständig unter anderem die Sonderausstellung „Im Angesicht des Todes“ zu besuchen. Hier wurden zum einen jüdische Praktiken rund um Tod, Beerdigung und Trauer beleuchtet, aber auch ethische und psychologische Aspekte des Todes thematisiert.
Die Exkursion in das Jüdische Museum machte deutlich, wie wichtig Frankfurt als Zentrum für jüdisches Leben in Europa war und heute noch ist. Die verschiedenen Ausstellungen zeigten, wie Jüdinnen und Juden die kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt prägten. Auch die Entwicklung und verschiedenen Formen von Antisemitismus sowie die Gegenwehr von Jüdinnen und Juden wurden in den Ausstellungen deutlich und vertiefte die thematische Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema.
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